Flottengeschäft und Zahlungsziele: Liquidität ist die Engstelle
Speditionen, Flotten und Kommunen sind verlässliche Kunden mit einem teuren Nebeneffekt: Zahlungsziele von 30, 60 oder mehr Tagen, während Du Teile und Löhne sofort bezahlst. Bei großen Reparaturen mit hohem Teileanteil finanzierst Du Deine Kunden damit über Wochen vor, und die Umsatzsteuer kommt obendrauf: Bei der Soll-Besteuerung führst Du sie mit der Rechnung ab, nicht mit dem Zahlungseingang.
Genau dafür gibt es die Ist-Besteuerung nach § 20 UStG: Auf Antrag zahlst Du die Umsatzsteuer erst, wenn das Geld tatsächlich da ist. Möglich ist das, wenn Dein Gesamtumsatz im Vorjahr 800.000 Euro nicht überschritten hat. Für wachsende Betriebe über der Grenze bleibt das klassische Handwerkszeug: klare Zahlungsbedingungen im Rahmenvertrag, Abschlagsrechnungen bei Großreparaturen und ein Mahnwesen, das den Namen verdient.
- Ist-Besteuerung nach § 20 UStG prüfen (Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro)
- Rahmenverträge mit klaren Zahlungszielen und Verzugsregeln
- Abschlagsrechnungen bei Großreparaturen vereinbaren
- Forderungslaufzeiten je Kunde monatlich auswerten
Ein Flottenkunde mit 60 Tagen Zahlungsziel und 30 Prozent Umsatzanteil bindet dauerhaft einen mittleren fünfstelligen Betrag Deiner Liquidität. Diese Zahl gehört in jede Preisverhandlung mit dem Kunden.