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Ratgeber für Kfz-Betriebe

Stundenverrechnungssatz für Kfz-Werkstätten: richtig kalkulieren statt schätzen

Die meisten Werkstätten kennen ihren Stundenverrechnungssatz. Kaum eine kann sagen, wie er zustande gekommen ist. Dabei ist er die Stellschraube mit dem größten Hebel im Betrieb: Zehn Euro mehr pro Stunde bedeuten bei drei Mechanikern rund 39.000 Euro mehr Rohertrag im Jahr. Ohne einen einzigen zusätzlichen Auftrag.

12 Minuten LesezeitStand: Juli 2026
  • Mit Kalkulations-Rechner
  • Drei Betriebsgrößen im Vergleich
  • Inklusive Steuerfolgen

Was der Stundenverrechnungssatz abdecken muss

Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den Dein Kunde für eine Arbeitsstunde zahlt. Er ist nicht der Lohn Deines Mechanikers und auch nicht dessen Personalkosten. Er muss deutlich mehr tragen:

  • 01

    Personalkosten

    Der produktive Mitarbeiter inklusive Arbeitgeberanteil, Urlaub, Krankheit und Weiterbildung.

  • 02

    Gemeinkosten

    Halle, Energie, Versicherungen, Hebebühnen, Diagnosetechnik, Software, Werkzeug, Verwaltung, Marketing.

  • 03

    Unproduktive Zeit

    Aufräumen, Teile holen, Kundengespräche, Rückfragen, Gewährleistung. Diese Stunden zahlt niemand.

  • 04

    Dein Unternehmerlohn

    Steuerlich beim Einzelunternehmen nicht abziehbar, in der Kalkulation trotzdem unverzichtbar.

  • 05

    Gewinn

    Daraus investierst Du in die nächste Bühne und zahlst Deine Steuern.

Nicht in den Stundensatz gehört der Wareneinsatz

Teile und Reifen werden über den Teileaufschlag verdient. Wer beides vermischt, bekommt in beiden Bereichen falsche Ergebnisse. Fällt einer der fünf Blöcke aus der Kalkulation, arbeitet die Werkstatt rechnerisch am Limit, selbst wenn die Auslastung stimmt.

Marktvergleich

Warum die 200 Euro aus der Zeitung nichts mit Deinem Betrieb zu tun haben

In der Presse stand zuletzt, eine Werkstattstunde koste im Schnitt über 200 Euro. Diese Zahl mischt Mechanik, Elektrik und Karosserie und stammt aus Schadengutachten, also aus dem Unfallgeschäft, in dem die höchsten Sätze abgerechnet werden.

141,43 €DEKRA Stundensatz Mechanik

Bundesweiter Durchschnitt, Stand Januar 2026, plus 7,5 Prozent gegenüber Vorjahr.

145,75 €Niedrigster Wert Karosserie

Chemnitz und Freiberg, rund 90 Euro unter dem Spitzenreiter München.

unter 100 €Freie Werkstatt Ostdeutschland

Erfahrungswert, rund ein Fünftel unter dem regionalen Durchschnitt.

Der realistischere Vergleichswert ist der DEKRA Reparatur Stundensatz getrennt nach Gewerk. In die Erhebung fließen allerdings Vertrags- und freie Werkstätten gemeinsam ein. Freie Betriebe liegen erfahrungsgemäß etwa ein Fünftel darunter. In vielen Regionen Ostdeutschlands landet ein freier Betrieb damit bei einem Mechanik-Satz unter 100 Euro netto.

Der Marktvergleich taugt deshalb nur als Plausibilitätscheck. Was Dein Betrieb braucht, sagt Dir nur Deine eigene Kalkulation.

Die Zahl, die zählt: Dein Kostendeckungspunkt

Kostendeckungspunkt = Gesamtkosten der Werkstatt / verkaufte Stunden

Der Fachbegriff dafür lautet Kostendeckungspunkt: alle Kosten Deiner Werkstatt ohne Fremdleistungen, geteilt durch die verkauften Stunden. Er zeigt, ab welchem Satz eine Stunde überhaupt kostendeckend ist. Alles darüber ist Deine Marge, alles darunter zahlst Du drauf.

Wie schnell dieser Punkt steigt, zeigt eine aktuelle Auswertung aus dem Vertragshandel: Dort kletterte der Kostendeckungspunkt in wenigen Jahren von knapp unter 100 Euro auf rund 126 Euro. Die Marge je verkaufter Stunde fiel im selben Zeitraum von etwa 11 Euro auf 6,41 Euro, obwohl die Verrechnungssätze gestiegen sind. Für Deinen Betrieb ist der Wert nicht übertragbar, die Richtung schon: Die Kosten steigen schneller als die Preise.

DEKRA Reparatur Stundensätze 2026

Was die DEKRA-Stundensätze 2026 für Deine Kalkulation bedeuten

DEKRA veröffentlicht jedes Jahr im Januar die mittleren ortsüblichen Stundenverrechnungssätze für Mechanik, Karosserie und Lack, den sogenannten DEKRA Reparatur Stundensatz (DRS). Grundlage sind alle DEKRA-Gutachten des Vorjahres, bei denen ein Reparaturauftrag erteilt wurde, gemittelt je Postleitregion. Die Werte sind netto und enthalten freie wie markengebundene Betriebe. Zuletzt veröffentlicht am 02.01.2026, das sind die Bundesdurchschnitte:

141,43 €Mechanik

netto im Schnitt, +7,5 % zum Vorjahr

173,94 €Karosserie

netto im Schnitt, +7,4 % zum Vorjahr

192,87 €Lack (ohne Material)

netto im Schnitt, +7,5 % zum Vorjahr

Die Spanne zwischen den Regionen ist gewaltig: In München und Hamburg liegen die Sätze in einzelnen Gewerken weit über 200 Euro, während Chemnitz und Freiberg mit 145,75 Euro den bundesweit niedrigsten Karosserie-Satz stellen. Genau darum taugt der DRS als Marktreferenz für Deine Region, etwa in Verhandlungen mit Versicherern oder als Argument beim nächsten Preisschritt.

Der DRS ist eine Marktgröße, nicht Dein Preis

Marktreferenz ist nicht dasselbe wie kostendeckender SVS

Der DRS zeigt, was Werkstätten in Deiner Region tatsächlich abgerechnet haben. Er sagt nichts darüber, ob dieser Satz Deine Kosten deckt. Über Deinen kostendeckenden SVS entscheiden Deine Löhne, Deine Raumkosten und Deine Produktivstunden, nicht der Durchschnitt der Nachbarn.

Rechne deshalb zuerst mit dem Rechner auf dieser Seite Deinen Kostendeckungspunkt aus und lege dann den DRS Deiner Region daneben. Liegt Dein Satz darunter, verschenkst Du mit jeder verkauften Stunde Geld.

Quelle: DEKRA Reparatur Stundensätze, Stand 02.01.2026. Aktuelle Werte für Deine Postleitzahl direkt bei DEKRA.
Kennzahlen

Wie viele Stunden Du wirklich verkaufst

Die Werkstattsteuerung arbeitet mit vier Kennzahlen, die aufeinander aufbauen. Sie werden ständig verwechselt, deshalb hier sauber getrennt.

1

Anwesenheitsgrad

Anwesenheitsstunden / bezahlte Stunden

Wie viel der bezahlten Zeit ist der Mechaniker überhaupt im Betrieb? Abzüge sind Urlaub, Krankheit und Berufsschule.

2

Produktivität

produktive Stunden / Anwesenheitsstunden

Wie viel der Anwesenheit landet auf einem Auftrag? Verloren geht Zeit durch Warten auf Teile, Rüstzeiten und schlechte Disposition.

3

Leistungsgrad

verkaufte Stunden / produktive Stunden

Wie viel der gestempelten Zeit wird berechnet? Zielwert ist 100 Prozent. Verluste entstehen durch Nacharbeit, Kulanz und nicht abgerechnete Diagnosen.

4

Jahresleistung

verkaufte Stunden / bezahlte Stunden

Fasst alle drei zusammen und ist die einzige Kennzahl, die am Ende zählt: Was habe ich bezahlt, was ist hinten herausgekommen?

Benchmarks bei 2.080 bezahlten Stunden im Jahr

BetriebJahresleistungverkaufte Stunden
Durchschnittsbetrieb63 %1.310
Herstellerziel71 %1.477
Top 20 Prozent75,8 %1.577

267 Stunden je Mechaniker

So groß ist der Abstand zwischen Durchschnitt und Spitzenbetrieb. Bei 90 Euro Satz sind das rund 24.000 Euro Rohertrag pro Mann und Jahr, ohne eine einzige Neueinstellung.

Der Azubi-Rechenfehler

Auszubildende erreichen im Schnitt nur etwa 15 Prozent der Produktivität eines ausgebildeten Mechanikers, wenn man Berufsschule und überbetriebliche Unterweisung herausrechnet. Wer den Azubi als halben Mechaniker einplant, rechnet sich systematisch arm.

Rechner 1

Rechne Deinen Kostendeckungspunkt aus

Trag Deine eigenen Zahlen ein. Der Rechner zeigt, ab welchem Stundensatz Deine Werkstatt kostendeckend arbeitet und was bei Deinem heutigen Satz übrig bleibt.

EUR
Std.

Branchenschnitt: 1.310 Stunden. Top-Betriebe: 1.577 Stunden.

EUR

Halle, Energie, Abschreibungen, Software, Werkzeug, Versicherungen, Büro. Ohne Wareneinsatz.

EUR
EUR
Dein Kostendeckungspunkt71,67 €

Ab diesem Satz ist eine Stunde kostendeckend. Alles darüber ist Deine Marge.

Marge je Stunde bei Deinem Satz13,33 €
Was bei Dir ankommt117.000 €

Unternehmerlohn und Gewinn zusammen, vor Steuern. Denn in der Praxis zahlt sich kaum ein Inhaber ein festes Gehalt: Was am Ende übrig bleibt, ist Dein Lohn.

Nötiger Satz mit 12 Prozent Gewinnaufschlag80,27 €

Dein Satz deckt die Kosten. Prüfe trotzdem, ob der Gewinn für Investitionen und Steuern reicht.

Der Rechner ist eine Orientierung, keine Beratung. Er unterstellt gleiche Stundenzahlen je Mechaniker und rechnet ohne Wareneinsatz, Azubis und Fremdleistungen.

Drei Betriebsgrößen

Was Dein Betrieb braucht, hängt von seiner Stufe ab

Modellwerte für einen Betrieb in Sachsen, keine Branchendurchschnitte. Grundlage: Vollkosten je Mechaniker 48.000 Euro im Jahr, 1.300 verkaufte Stunden je Mechaniker, Gewinnaufschlag 12 Prozent.

Stufe 1

Der Meisterbetrieb

Du arbeitest allein

Du schraubst, nimmst an, bestellst Teile und schreibst Rechnungen. Deine Jahresleistung liegt bei etwa 48 Prozent, weit unter der jedes Angestellten. Ein Mensch trägt die kompletten Fixkosten.

Kein Serviceberater, keine feste Bürokraft. Alles läuft über Dich.

Nötiger Stundensatz98,50 €

1.000 verkaufte Stunden

Stufe 2

Der Übergangsbetrieb

Drei Mechaniker und Du

Der kritische Punkt: Schraubst Du mit, sinkt der rechnerisch nötige Satz auf 68,50 Euro. Das ist aber kein Effizienzgewinn, sondern Deine eigene Arbeitskraft, die niemand als Kostenblock sieht.

Bürokraft in Teilzeit. Serviceannahme machst Du selbst, oft parallel zur Bühne.

Nötiger Stundensatz81,50 €

3.900 verkaufte Stunden

Stufe 3

Das Werkstattunternehmen

Acht Mechaniker

Der Satz steigt wieder, weil Serviceberater, Teiledienst und Werkstattleitung bezahlt werden müssen. Genau die Aufgaben, die Du vorher unbezahlt nebenher erledigt hast.

Werkstattleiter, zwei Serviceberater, Teiledienst und Buchhaltung. Faustregel: ein Serviceberater auf vier bis sechs Mechaniker.

Nötiger Stundensatz84,00 €

10.800 verkaufte Stunden

Die Falle in der Mitte

Das sieht aus wie ein Größenvorteil, ist aber keiner. Der Satz sinkt in der mittleren Stufe nur deshalb, weil Du rund 750 unbezahlte Mechanikerstunden in die Rechnung einbringst.

Und genau hier schnappt die Falle zu: Willst Du einen vierten Mechaniker einstellen, um selbst aus der Halle zu kommen, kostet der 48.000 Euro und bringt 1.300 Stunden. Dein nötiger Satz springt von 68,50 Euro auf über 81 Euro. Das sind fast 20 Prozent Preiserhöhung auf einen Schlag, und die traut sich kaum jemand zu. Also bleibst Du an der Bühne stehen.

Kalkuliere den Satz, den Dein Betrieb ohne Dich an der Bühne braucht. Wenn Du danach trotzdem mitschraubst, ist das Dein Puffer und Dein Gewinn, nicht Deine Existenzgrundlage.

Passend dazu: Die neun Buchhaltungsfehler, die fast jede Betriebsprüfung findet
Rechner 2

Ab wann kannst Du Dich freikaufen?

Die Frage, die jeden Inhaber im Übergangsbetrieb betrifft: Lohnt es sich, einen zusätzlichen Mechaniker einzustellen und selbst aus der Halle zu gehen? Der Rechner vergleicht beide Wege bei einem Marktpreis, der nicht beliebig steigen kann.

EUR

In vielen Regionen Ostdeutschlands ist bei etwa 85 Euro netto Schluss.

Std.

Branchenschnitt 1.310, Spitzenbetriebe 1.577 Stunden im Jahr.

Std.

Realistisch sind 700 bis 800 Stunden, weil Annahme, Kostenvoranschläge und Bestellungen dazwischenkommen.

EUR

Bruttolohn plus rund 25 Prozent Arbeitgeberbelastung, Kleidung und Weiterbildung.

Dein Ersetzbarkeitspunkt87,27 €

Ab diesem Stundensatz bringt der zusätzliche Mechaniker mehr, als Deine eigene Mitarbeit einspart.

Bei Deinem Satz arbeitest Du wirtschaftlich billiger als jeder Angestellte. Der Ausstieg aus der Halle kostet Dich Geld, solange Preis oder Produktivität nicht steigen.

Du schraubst mit63.750 €

Deckungsbeitrag im Jahr

Zusätzlicher Mechaniker statt Dir62.500 €

Deckungsbeitrag im Jahr

Preis oder Produktivität. Einen dritten Weg gibt es nicht.

Schieb die verkauften Stunden im Rechner von 1.300 auf 1.400 hoch: Der Ersetzbarkeitspunkt fällt um mehr als 13 Euro. Wenn der Markt Deinen Preis deckelt, ist die Produktivität also nicht irgendeine Kennzahl, sondern der einzige verbleibende Weg aus der eigenen Werkstatt heraus.

Damit die Zahlen stimmen: Kassenführung und TSE in der Kfz-Werkstatt
Erlössicherung

Der Preis, den Du aufrufst, ist nicht der Preis, den Du bekommst

Selbst ein sauber kalkulierter Satz nützt wenig, wenn er auf dem Weg zur Rechnung verloren geht. Aus der Vertragsorganisation liegen dazu Zahlen vor. Bei freien Werkstätten dürften sie eher höher liegen, weil dort keine Herstellervorgaben zur Abrechnungsdisziplin gelten.

4,8 %

Nachlass auf den Lohnerlös

3 %

der Stunden zu null verkauft

53 €

Festpreise unter dem regulären Satz

500 Std.

offene Stunden je Betrieb, rund 65.000 Euro gebundenes Volumen

Ein Prozentpunkt mehr Abrechnungsdisziplin entspricht in einem mittleren Betrieb rund 16.000 Euro Ergebnis im Jahr. Das ist kein zusätzlicher Verkauf, sondern das Schließen bestehender Lecks.

Im Werkstattalltag klingt das so

  • Für den Stammkunden mach ich das mal so mit.
  • Die Diagnosezeit berechnen wir nicht, der Kunde lässt ja reparieren.
  • Die Nacharbeit schreiben wir nicht auf, das war unser Fehler.
  • Kleinteile und Verbrauchsmaterial landen nicht auf dem Auftrag.
  • Der Kostenvoranschlag steht, auch wenn es länger gedauert hat.

Drei Zahlen, die kaum ein Betrieb kennt

Dein durchschnittlicher Nachlass auf den Lohnerlös, der Anteil der Nullstunden und Deine offenen Stunden zum Stichtag. Alle drei lassen sich aus der Auswertung Deiner Werkstattsoftware ziehen.

Die Hebel in der richtigen Reihenfolge

  1. 1

    Kosten kennen

    Berechne Deinen Kostendeckungspunkt. Ohne diese Zahl ist jede Preisdiskussion Bauchgefühl.

  2. 2

    Mehr Stunden verkaufen

    Jede zusätzlich verkaufte Stunde senkt Deinen Kostendeckungspunkt automatisch, weil sich dieselben Kosten auf mehr Stunden verteilen.

  3. 3

    Erlöse sichern

    Nachlässe, Nullstunden und offene Stunden schließen. Das Geld hast Du bereits verdient.

  4. 4

    Dann der Preis

    Auf Basis Deiner Zahlen, nicht auf Basis des Nachbarn. Wer seit Jahren bei 70 Euro steht, während die Löhne um ein Viertel gestiegen sind, hat hier allerdings echten Nachholbedarf.

Steuerliche Seite

Was passiert, wenn der Gewinn steigt

Ein angehobener Stundensatz wirkt direkt auf den Gewinn und damit auf Deine Steuerlast. Bei einer Gesamtentnahme von rund 176.000 Euro im Übergangsbetrieb wird der Gewinn im Einzelunternehmen durchgehend mit dem Spitzensteuersatz von 42 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag belastet, dazu kommt die Gewerbesteuer mit Anrechnung. Drei Punkte solltest Du im selben Zug klären.

Vorauszahlungen anpassen

§ 37 Abs. 3 EStG

Steigt der Gewinn spürbar, passt das Finanzamt die Vorauszahlungen an, häufig rückwirkend zusammen mit der Nachzahlung für das abgelaufene Jahr. Wer das vorher plant, verhindert, dass beides im selben Monat fällig wird.

Rechtsform prüfen

§ 32a EStG, § 23 Abs. 1 KStG, § 34a EStG

Beim Einzelunternehmen wird der Gewinn mit Deinem persönlichen Einkommensteuersatz belastet. Bei der GmbH fallen 15 Prozent Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer an, die Ausschüttung wird erst bei Entnahme besteuert. Für Personenunternehmen kommt alternativ die Thesaurierungsbegünstigung in Betracht.

Wann sich die GmbH für Deine Werkstatt rechnet

Investitionen vorziehen

§ 7g EStG

Für geplante Anschaffungen wie Hebebühne, Achsvermessung oder Diagnosetechnik kannst Du einen Investitionsabzugsbetrag bilden und den Gewinn schon vor dem Kauf mindern, dazu kommt die Sonderabschreibung im Jahr der Anschaffung.

Den neuen Satz gegenüber Kunden vertreten

Die Sorge, Kunden zu verlieren, ist der häufigste Grund, warum Erhöhungen ausbleiben. In der Praxis reagieren Stammkunden auf Qualität, Termintreue und Erreichbarkeit deutlich empfindlicher als auf zehn Euro Stundensatz.

  • Rechtzeitig ankündigen, nicht auf der Rechnung überraschen.
  • Mit Investitionen in Technik und Qualifikation begründen, nicht mit den eigenen Kosten.
  • Jährlich in kleinen Schritten anpassen statt alle fünf Jahre um 20 Euro springen.
  • Kostenvoranschläge sauber aufbauen, damit der Kunde die Leistung sieht und nicht nur den Satz.
Häufige Fragen

Fragen zum Stundenverrechnungssatz

Einmal jährlich, am besten im Zuge des Jahresabschlusses, wenn die tatsächlichen Kosten des Vorjahres vorliegen.

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Die Rechenbeispiele sind Modellwerte für einen Betrieb in Sachsen und keine Branchendurchschnitte. Ob und in welcher Höhe die genannten steuerlichen Hebel in Deinem Fall greifen, hängt von Deiner konkreten Situation ab.

Torsten Kröber, Steuerberater und Mediator
Über den Autor

Torsten Kröber

Steuerberater und Mediator

Kowollik & Kröber Steuerberater PartG mbB, Chemnitz

Meine Familie betreibt seit drei Generationen freie Autowerkstätten. Ich kenne die Abläufe einer Kfz-Werkstatt nicht aus Seminaren, sondern aus dem Betrieb. Mit k-partners begleite ich freie Werkstätten steuerlich und betriebswirtschaftlich, deutschlandweit und digital.

Nächster Schritt

Wir rechnen Deinen Stundenverrechnungssatz mit Dir durch

In der Strukturanalyse ermitteln wir Deine produktiven Stunden, Deine echten Gemeinkosten und den Satz, den Dein Betrieb wirklich braucht. Dazu die steuerliche Seite: Rechtsform, Investitionsplanung und Vorauszahlungen.

  • Deine produktiven Stunden und Dein Kostendeckungspunkt
  • Werkstatt-Kennzahlen im Branchenvergleich
  • Steuerliche Hebel: Rechtsform, Investitionen, Vorauszahlungen
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